Presse

P r e s s e m i t t e i l u n gen

Besigheim, 28. August 2018

BMU auf den Spuren der Hohenstaufen

Besigheim. Die Erkundung urschwäbischer Kulturlandschaft war das Ziel der diesjährigen Sommerexkursion des Bündnisses Mensch und Umwelt (BMU). Dies sollte gleichzeitig ein Test der öffentlichen Verkehrsmittel hinsichtlich der Mitnahme einer größeren Gruppe mit Fahrrädern sein. Es sei vorweggenommen: Die Bahn hat den Test bestanden, denn die Radler kamen – ohne Schwund – sowohl planmäßig an den Zielbahnhof, wie auch wieder pünktlich nach Hause. Nach der Bahnfahrt bis Plochingen erfolgte dort der Start per Rad auf dem Filstalradweg nach Faurndau von wo aus die Strecke dann weiter auf der Trasse der ehemaligen Hohenstaufenbahn, genannt „Klepperle“, führte. Am gefällig restaurierten früheren Bahnhof Rechberghausen – heute als Theater genutzt – wurde die erste Rast eingelegt und die Tour dann über Wäschenbeuren nach Schwäbisch Gmünd fortgesetzt. Der Anblick der drei Kaiserberge rückte eindrucksvoll ins Bewusstsein, dass man sich im Land der Staufer befand. Hierzu passte dann die Schlussetappe auf dem Remstalradweg zum Kloster Lorch, dem eigentlichen Ausflugsziel. Dort nahm sich die Gruppe Zeit für eine ausgiebige Besichtigung der ehemaligen Klosteranlage, deren Geschichte in engem Zusammenhang mit der Gründerfamilie der Hohenstaufen steht. Der historische Aufstieg und Fall dieses bedeutendsten deutschen und europäischen Herrschergeschlechts ist im Kapitelsaal der ehemaligen Abtei auf einem Rundgemälde anschaulich nachvollziehbar. Der Lorcher Künstler Hans Kloss hat in einer Rundung von 30 m und einer Höhe von 4,50 m diese Geschichte sehr beeindruckend bildlich nacherzählt. Dem Betrachter erschließt sich hierin auch die Welt des Hochmittelalters im damaligen Deutschland und im mediterranen Raum des Mittelmeeres. Nach diesem Ausflugshöhepunkt gelangte die Radlergruppe nach steiler Abfahrt zum Bahnhof Lorch, von wo aus es dann über Stuttgart wiederum per Bahn nach Besigheim, der Heimatstadt mit ihren zwei Staufertürmen, ging.

Die Fotos zeigen die Radlergruppe am Zielort Kloster Lorch.



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Besigheim, 05. August 2018

Die faszinierende Welt der Honigbienen Sommerferienaktion des Bündnisses Mensch und Umwelt (BMU)

BESIGHEIM. Auch in diesem Jahr bot das Bündnis Mensch und Umwelt (BMU) als Beitrag zur Besigheimer Sommerferienaktion einen Nachmittag an, bei dem sich alles rund um die Honigbiene drehte. Den elf anwesenden Mädchen und Jungen –darunter zwei Flüchtlingskinder aus Syrien – erklärten Dorothea und Thomas Pulli allerlei Wissenswertes über die faszinierende Welt der Bienen und deren ökologische und ökonomische Wichtigkeit für Mensch und Umwelt. Ergänzend wurden erstmalig auch Rollenspiele durchgeführt, die Einblick in das Leben der Bienen geben sollten. So erfuhren die Kinder den Unterschied zwischen Wild- und Honigbienen sowie die Lebensweise von Wespen, Hummeln und Hornissen. Dargelegt wurde, dass diese Tiere einen Menschen nur zur ihrer Verteidigung angreifen. Passiere es, dass ein Mensch von einer Biene gestochen werde, so solle man den Stachel vorsichtig entfernen und die Stichstelle mit Speichel einreiben, da sonst eine Markierung anhafte, die den gestochenen Menschen als "Feind" ausweise und weitere Stiche provoziere. Auch lernten die Kinder wie die Beuten – die Wohnungen der Bienen –aufgebaut sind. Mit großem Elan setzten sie anschließend eine Beute selbständig zusammen. Dorothea Pulli erklärte weiter, dass eine Sommerbiene während ihres nur zirka 40-tägigen Lebens nacheinander verschiedene Aufgaben wie Wabenputz, Brutpflege, Wabenbau, Honigbereitung, Stockbewachung und dann erst das Sammeln von Nektar und Pollen erfüllt. Auch, dass ein Imker oder eine Imkerin immer nur einen Teil der Honigwaben entnimmt, die – durch ein Gitter in der Beute abgetrennt – von der Königin aufgrund ihrer Größe nicht aufgesucht und bebrütet werden können. Um 500 g Honig zu produzieren, legen die Bienen eines Volkes eine Flugstrecke zurück, die dem dreifachen Erdumfang entspricht und sind mit einer Geschwindigkeit von bis zu 30 km/h unterwegs, erklärte Thomas Pulli. Bei ihren Sammelflügen erbringen diese Insekten auch eine enorme Bestäubungsleistung, wodurch sie nach Rind und Schwein als das drittwichtigste Nutztier gelten. Anhand einer Tafel erklärten die Hobbyimker, dass die Ernten ohne die Bestäubung durch Bienen erheblich schrumpfen würden. So würden beispielsweise ohne die Arbeit der Honig- und Wildbienen die Ernteerträge und Kirschen um jeweils über 60 Prozent und bei Birnen um über 85 Prozent zurückgehen. Gelöst wurde auch das Rätsel, warum die Kinder in heller Kleidung zu dieser Ferienaktion kommen sollten: Ein Mensch in dunkler Kleidung bedeute für eine Biene "Bär" und der Bär ist instinktiv der natürliche Feind der Bienen, da er sich gerne an deren Honig bedient. An einem Schaukasten konnten die Kinder die Königin mit ihren Arbeiterinnen sicher hinter Glas beobachten. Der Flüchtlingsjunge Siban sah dabei erstmals wieder seit Januar 2017 ein Bienenvolk, da sein Vater in Syrien auch Bienen züchtete. In Gruppen aufgeteilt, durfte ein Teil der Kinder anschließend den Honig aus den Waben schleudern und die so gewonnene Süßigkeit auch verkosten. Die andere Gruppe konnte jeweils parallel hierzu das Gelernte bei einem Bienenmemory vertiefen.

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Besigheim, 26. Juli 2018

Einmal mehr standen beim jüngsten Treffen des Bündnis Mensch und Umwelt (BMU) die Berichte der anwesenden Stadträte im Mittelpunkt der gut besuchten Veranstaltung. Über die aktuell im Gemeinderat und in den Ausschüssen behandelten Themen informierte Hansjörg Kollar. Schnell galt das Hauptinteresse dann dem Enzparkprojekt. Einige Teilnehmer beklagten in diesem Zusammenhang, dass die über die Homepage der Stadt aufzurufenden Pläne von sehr schlechter Qualität seien, so dass Beschriftungen und insbesondere Maßangaben gar nicht oder nur sehr schlecht lesbar seien. Die nun vorliegende Ausführungsplanung wurde kontrovers diskutiert. Befriedigend zur Kenntnis genommen wurde die Aussage Helmut Fischers, dass sich einige in den letzten Monaten von der Bürgerschaft eingebrachte Anregungen in den Plänen wiederfinden. Da die Südparkplanung nunmehr als abgeschlossen betrachtet werden kann und deren Umsetzung beginnt, erkundigten sich die Teilnehmer nach der vorgesehenen Gestaltung des Nordparks. Sie erhielten die Auskunft, dass es hierzu zwar Planentwürfe gebe, diese aber in der Projektgruppe und dem Gemeinderat noch diskutiert, weiterentwickelt und konkretisiert werden müssten. Es würde sich zu gegebener Zeit zeigen, ob die Entwürfe des Planungsbüros deckungsgleich mit den Vorstellungen der BMU-Fraktion sind. Eine frühzeitige Beteiligung der Bürgerschaft sei von der Stadtverwaltung zugesichert. Ein außergewöhnlicher Tagesordnungspunkt war begründet durch die Historie, dass sich das BMU im Jahre 1993 gegründet hat und nun im Herbst sein 25jähriges Jubiläum begeht. Dies soll gefeiert werden. Vorschläge für eine Jubiläumsveranstaltung wurden diskutiert, werden nun von einem Arbeitskreis ausgearbeitet und nach der Sommerpause vorgestellt. Da die Kommunalwahlen unweigerlich ihre Schatten voraus werfen, wurden bereits Strategien für die Suche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten entwickelt. In besonderem Maße will man auf eine Beteiligung der jüngeren Generation setzen und somit den Anspruch „Generationengerechtigkeit“ unterstreichen. Als Sommerexkursion schlug die BMU-Koordinatorin Sabine Weiler eine Radtour am Rande der Schwäbischen Alb mit dem Ziel einer Besichtigung des Klosters Lorch vor, wobei auch die Möglichkeit einer Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln für die nicht radelnden BMUler berücksichtigt werden soll.

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Besigheim, 13. Februar 2018

Beim jüngsten Treffen des Bündnis Mensch und Umwelt (BMU) diskutierten die Teilnehmer nicht nur über die Verabschiedung des städtischen Haushalts und weitere aktuelle kommunalpolitische Entwicklungen, sondern beschlossen auch die Neubesetzung der BMU-Koordinatorenämter. Die anwesenden BMU-Stadträte hoben in ihren Schilderungen auf die gewichtigsten Posten in diesem Rekordhaushalt ab. Erwartungsgemäß stießen Details der Investitionen für das Enzparkprojekt auf großes Interesse, aber auch die Ottmarsheimer Bauvorhaben Kindertagesstätte und Feuerwehrgerätehaus. Hansjörg Kollar ging auf die Sanierung von Gemeindestraßen ein und erläuterte die bevorstehenden Belagsarbeiten in der Kirchstraße. Die innerörtliche Verkehrssituation beleuchtete Helmut Fischer und plädierte für weitere Tempolimits, aber auch die verstärkte personelle und technische Überwachung sowohl des fließenden wie auch des ruhenden Verkehrs. Ein weiterer Tagesordnungspunkt wurde der Beteiligung der Jugend an kommunalen Entwicklungen gewidmet, die mit der jüngsten Reform der Gemeindeordnung zur Pflichtaufgabe erhoben wurde. Hierzu referierte Daniel Christen als Sprecher des erst unlängst gegründeten Jugendforums „Jugend:Info Besigheim“. Als Facebook-Gruppe tauschen sich – so Christen – derzeit über 200 Jugendliche zu kommunalen Themen aus und wollen sich verstärkt mit Ideen und Anregungen in die Kommunalpolitik einbringen. Sie sind bestrebt – überparteilich – der Jugend eine Stimme zu geben. Die Zusage des Verkehrsministers Winfried Hermann, Besigheim zu besuchen, wurde erfreut aufgenommen. Auf Einladung des Abgeordneten Daniel Renkonen und des BMU wird dieser am 05. März in der Stadthalle Alte Kelter die eingeleiteten Maßnahmen zur Angebots- und Qualitätsverbesserung des ÖPNV vorstellen und dabei auch in einer ausführlichen Diskussionsrunde dem Publikum Rede und Antwort zu speziellen Besigheimer Themen stehen. Schließlich beschlossen die Anwesenden noch eine interne personelle Veränderung. Die seitherige Koordinatorin des BMU, Birgit Schneider, stellte ihr Amt aufgrund verstärkter beruflicher Belastung zur Verfügung. Zur Nachfolge erklärte sich ihre Stellvertreterin Sabine Weiler bereit; für deren Stellvertretung Thomas Pulli. Die Versammlung wählte beide einstimmig und dankte Birgit Schneider für die geleistete Arbeit.

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Besigheim, 28. November 2017

Auf Einladung des Bündnis Mensch und Umwelt (BMU) berichtete Bürgermeister Steffen Bühler über aktuelle kommunalpolitische Themen. In einem Rückblick streifte er die im laufenden Jahr in Angriff genommenen größeren Projekte, wie das Feuerwehrmagazin und die Kindertagesstätte in Ottmarsheim. Man befinde sich weiterhin in einer guten finanziellen Lage, was der wirtschaftlichen Situation zu verdanken sei. Die Vollbeschäftigung bringe es aber auch mit sich, dass sich die Stadt mit der Personalfindung schwer tue. So könnten für offene und dringend benötigte Posten oftmals nicht die geeigneten Mitarbeiter gefunden werden. Da die Bauunternehmen derzeit voll ausgelastet seien, würde sich bei Ausschreibungen oft die Schwierigkeit ergeben, befriedigende Angebote zu erhalten und oftmals seien dann die kalkulierten Preise nicht oder nur mit Mühe zu halten. In seinem Ausblick auf das kommende Jahr ging der Bürgermeister auf die Sanierung der Kirchstraße ein, die – mit dem Ziel, bis zum Sommer abgeschlossen zu sein – alsbald etappenweise erfolgen werde. Er sprach weitere Straßensanierungen und auch das Sanierungsprogramm „Stadtkern IV“ an. Die Anwesenden zeigten sich insbesondere an den Ausführungen zum Enzparkprojekt interessiert, die sich Bühler bis zum Schluss aufgehoben hatte. Bei den kritischen Einwürfen zu der nun nahezu fertig gestellten Enztreppe räumte dieser ein, dass sich in der Ausführungsphase gewisse Probleme ergeben hätten, die darauf zurückzuführen seien, dass man die in Aussicht stehende, zeitlich befristete Landesförderung nicht habe gefährden wollen und so den Baubeginn habe vorziehen müssen. Er sprach von einem „Schnellschuss“ und sagte: „Wir müssen rückblickend eingestehen, dass die Planung zu diesem Zeitpunkt noch nicht weit genug fortgeschritten war“. So seien Nachträge erforderlich geworden, die natürlich auch zur Verteuerung dieses Bauabschnittes geführt hätten. Aus dem Teilnehmerkreis wurden dann zahlreiche Fragen zur Radwegführung, zum Parkhaus und zu den beabsichtigten Baumfällungen gestellt. Bürgermeister Bühler versicherte zum letztgenannten Punkt, dass man nur Bäume fälle, die aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht mehr zu erhalten seien und nur solche, die den Baumaßnahmen – beispielsweise im Brückenkopfbereich des neuen Fahrrad- und Fußgängersteges – im Wege stünden. „Ich bin mir der Wertigkeit des alten Baumbestandes völlig bewusst und im Klaren darüber, dass ein entnommener alter Baum nicht unmittelbar durch eine Neupflanzung ersetzt werden kann“, so der Bürgermeister. Er verwahrte sich gleichzeitig gegen das Gerücht, dass man keine Neupflanzungen plane, Fakt sei, dass man wesentlich mehr Bäume pflanze, als entnehme. Im Übrigen sei die Planung für die weiteren Bauabschnitte nördlich der Stadtbrücke noch völlig offen. Man habe vor, in absehbarer Zeit nicht nur zu einer Bürgerversammlung einzuladen, bei der über die weiteren Planungen diskutiert werden könne, sondern auch eine Vor-Ort-Begehung anzubieten, bei der man bereits entwickelte Vorstellungen aufzeigen und gerne Anregungen aus der Bürgerschaft aufnehmen werde.

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Besigheim, 28. August 2017

BMU-Sommerausflug zur Staatsdomäne Hohrainhof Besichtigung der landwirtschaftlichen Außenstelle der Justizvollzugsanstalt Heilbronn mit Weinprobe

Am vergangenen Samstag machte sich eine Gruppe des Bündnis Mensch und Umwelt (BMU) auf den Weg zu einer in Deutschland einmaligen Einrichtung, der Staatsdomäne Hohrainhof bei Talheim. Diese kann das Alleinstellungsmerkmal, die einzige Justizvollzugsanstalt mit eigenen Weinbergen zu sein, für sich in Anspruch nehmen. Trotz schweißtreibendem Wetter legte der überwiegende Teil der Ausflugsteilnehmer die Anfahrt mit Fahrrädern zurück, so dass der Erfrischungsempfang mit selbsterzeugtem Prosecco und Fruchtsäften aus eigenem Anbau sehr willkommen war. Nach einer kurzen Vorstellung des „Projektes Hohrainhof“ zeigte der Justizbeamte Simon Kurz der Gruppe zunächst einen Teil der Weinberge und des landwirtschaftlichen Anwesens des Hofgutes. Schwerpunkt des Betriebes sind Ackerbau, Rinderzucht, Weinbau und Landschaftspflege. Besonderer Aufmerksamkeit konnte sich dabei das erst am Tag zuvor geborene Kalb erfreuen. Die anderen Kälber und die Kühe befanden sich auf Weiden rund um den Hohrainhof. Die Besucherinnen und Besucher nahmen sehr positiv auf, dass sich die Staatsdomäne besonders um den Erhalt der Limpurger Rinderrasse verdient gemacht hat. Ein wichtiger Bestandteil des Rundgangs war zudem die Besichtigung des Kellereibetriebes mit seinem ansprechenden Vorrat an diversen Weinsorten, Sekten und Proseccos. Bevor die Stärkung am reich gedeckten Mittagstisch in der Hofkapelle – unter anderem mit Produkten der eigenen Metzgerei und Bäckerei aus der Justizvollzugsanstalt in Heilbronn – gereicht wurde, beantwortete Herr Kurz viele Fragen der Besuchergruppe. Im Mittelpunkt des Interesses stand die Rolle des gelockerten Strafvollzugs auf dem Hohrainhof. Geeignete Gefangene werden im Hof selbst und auf den umliegenden landwirtschaftlichen Flächen für einfachere Arbeiten eingesetzt. So lernen sie Verantwortung für Aufgaben zu übernehmen und können sich an Arbeitsstrukturen gewöhnen. Die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten können ihnen später beim Start in das Leben nach der Haft hilfreich sein. Schließlich wurde unter fachkundigen Ausführungen von Herrn Kurz eine Weinprobe serviert. Vorgestellt wurde eine Auswahl von Weinen bester Qualität, zum Teil ausgezeichnet mit Preismünzen des Württembergischen Weinbauverbandes. Nachdem dieser letzte Programmteil absolviert war, dankten die Teilnehmer Herrn Kurz für die vermittelten vielfältigen Eindrücke und Alois Windisch, für die Organisation dieses BMU-Ausflugs. Aufgrund der großen Resonanz – so Windisch – wolle er sich im nächsten Jahr um einen weiteren Ausflugstermin zum Hohrainhof bemühen.

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Besigheim, 06. August 2017

Die Honigbiene und ihr wundervolles Leben Sommerferienprogramm des BMU

Das Bündnis Mensch und Umwelt (BMU) veranstaltete am vergangenen Samstag im Rahmen der Besigheimer Sommerferienaktion einen Nachmittag für Kinder rund um die Honigbiene. Den 13 anwesenden Kindern erklärten Dorothea und Thomas Pulli allerlei Wissenswertes über das abenteuerliche Leben der Bienen und ihren ökologischen Nutzen für Mensch und Umwelt. So erfuhren die Kinder wie die Beuten –die Wohnungen der Bienen – aufgebaut sind und dass eine Sommerbiene während ihres nur ca. 40-tägigen Lebens nacheinander verschiedene Aufgaben wie Waben putzen, Brutpflege, Wabenbau, Honigbereitung, Stock bewachen und dann erst das Sammeln von Nektar und Pollen erfüllt. Ein Imker, so die Erläuterungen von Thomas Pulli, entnimmt auch immer nur einen Teil der Honigwaben, die wiederum durch ein Gitter in der Beute abgetrennt sind und so von der Königin aufgrund ihrer Größe nicht heimgesucht und bebrütet werden können. Eine Biene wiegt zirka 100 mg und transportiert auf ihrem Heimflug bis zu 30 mg an Nektar oder Pollen, was also annähernd einem Drittel ihres Körpergewichts entspricht. Um 500 g Honig zu produzieren, legen die Bienen eines Volkes eine Gesamtstrecke zurück, die dem dreifachen Erdumfang entspricht. Bei ihren Sammelflügen erbringen diese Insekten auch die enorm wichtige Bestäubungsleistung, wodurch sie nach Rind und Schwein als das drittwichtigste Nutztier gelten. Anhand einer Tafel erklärte Imkerin Dorothea Pulli, dass die Ernteerträge ohne die Bestäubung durch Bienen enorm schrumpfen würden. So würde sich beispielsweise ohne die Honigbienen der Ernteertrag bei Äpfeln und Kirschen auf jeweils über 60 Prozent und bei Birnen auf über 85 Prozent reduzieren. An einem Schaukasten konnten die Kinder hinter Glas die Königin mit ihren Arbeiterinnen beobachten. Anschließend durften sie in ein Jungvolk schauen. Hierbei wurde dann mit Rauch gearbeitet, denn Rauch bedeutet für die Bienen "Alarm"; sie versorgen sich dann mit Nektar, wodurch sie einen vollen Magen haben und so weniger leicht stechen können. Abschließend durften die Kinder noch den Honig aus den Waben schleudern und und von der so gewonnenen süßen Köstlichkeit natürlich auch naschen.

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Besigheim, 25. Juli 2017

Was versteht man unter der Berufsbezeichnung Quartiermanagerin? Welchen Aufgaben stellt sich diese? Warum gibt es diese Stelle ausgerechnet in Besigheim und wo ist diese angesiedelt? Mit welchen Problemen kann man sich an diese Einrichtung wenden? Diese und andere Fragen wurden den BMU-Stadträten bereits im April dieses Jahres gestellt, als sich die Sozialpädagogin Frau Bettina Ongerth in einer Sitzung des Gemeinderats vorgestellt hatte (wir berichteten). Wer könnte diese Fragen besser beantworten, als Frau Ongerth selbst, sagten sich die BMU-Organisatoren und so wurde sie zum jüngsten Treffen des Bündnisses eingeladen. Und dieser Einladung folgte eine große Zahl Interessierter, womit sichtbar wurde, wie sehr dieses Thema bereits in der Öffentlichkeit angekommen ist. Frau Ongerth erläuterte eingangs, dass ihre Stelle im Ansatz sowohl aus den Erfahrungen der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz, wie auch dem Bürger- und Seniorenbüro, das unter ihrer Leitung vor zirka einem Jahr mit Sitz im Rathaus eingerichtet worden ist, hervorgegangen sei. Hierbei habe sich schon bald gezeigt, dass die, an die in Form eines Netzwerks tätigen, Mitarbeiter und Kooperationspartner (u.a. aus den Bereichen des Robert-Breuning-Stifts, der Diakoniestation, des Sozialverbandes VdK, des Vereins für behinderte Menschen in Besigheim und Organen der Rechtspflege) herangetragenen Probleme weit über Seniorenangelegenheiten hinaus gingen. So war es geradezu zwingend, diese Aufgaben auf einer höheren Ebene mit breiterer Basis anzusiedeln. Und da kam eine vom Deutschen Hilfswerk angebotene Fördermöglichkeit gerade zur rechten Zeit. Der Hausdirektorin des Robert-Breuning-Stifts, Frau Michaela Sowoidnich, gelang es auf diesem Wege die Finanzierung der Stelle einer Quartiermanagerin für fünf Jahre zu erreichen. 80 Prozent der Personalkosten werden vom Deutschen Hilfswerk übernommen; zur Übernahme der restlichen 20 Prozent erklärte sich die Evangelische Heimstiftung bereit. Frau Ongerth räumte ein, dass der Begriff Quartier in ihrer Funktionsbezeichnung erläuterungsbedürftig sei. Hierunter verstehe man die überschaubare Wohnumgebung eines jeden Bürgers, eingebunden in den Kontext einer Stadt, wie hier Besigheim in seiner Gesamtheit. Es sei dies der Ort lokaler Lebenszusammenhänge und alltäglicher Lebensbezüge, also der soziale Raum, den Menschen sich erschließen können. Hierzu gehörten sowohl natürliche, wie bauliche und soziale Strukturen und der Raum unterliege einer dynamischen Entwicklung. Somit liege die Qualität eines Quartiers überhaupt nicht nur im Interesse eines gewissen Personenkreises, wie beispielsweise den Senioren, sondern aller Bürgerinnen und Bürger. Die Politik habe die Wichtigkeit der gegebenen Aufgabenstellung erkannt und so sei es auch gelungen, Herrn Bürgermeister Bühler als Schirmherr für dieses Projekt zu gewinnen. Die Kommunikationsstruktur mit der Kommune sei sehr gut und werde regelmäßig gepflegt. „Mir ist es wichtig“ – betonte Frau Ongerth – „dass Begegnung und Vernetzung im Quartier gelingt, um die Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger aufzugreifen und gemeinsam nachhaltige Projekte für und mit diesen zu entwickeln und umzusetzen“. Sie nannte auch Beispiele, die dann in der Diskussion von den Teilnehmern angereichert wurden. So kam unter anderem die unbefriedigende Versorgung der Besigheimer Außenbezirke mit Waren des täglichen Bedarfs ebenso zur Sprache, wie die Verbesserung von Kommunikationsmöglichkeiten im öffentlichen Raum.

Frau Ongerth nahm den Dank für Ihre umfangreichen Ausführungen und die Zusage mit auf den Weg, dass man in konstruktiver Verbindung bleiben werde.

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Besigheim, 23. Juni 2017

Diverse Baugesuche und das Problem der Mülleimeransammlungen in der Besigheimer Altstadt wurden unter anderem beim Bericht der BMU-Stadträte von den Anwesenden aufgegriffen und diskutiert. Auch wurde nachgefragt, wie es zur Aufstellung eines Sendemastes im Landschaftsschutzgebiet beim Wasserhochbehälter Reute gekommen ist. Miriam Staudacher und Helmut Fischer gaben die Auskunft, dass die dortige städtische Fläche der Deutschen Funkturm GmbH (DFMG) auf deren Anfrage hin angeboten worden sei. Zur Sicherstellung bzw. Verbesserung der Mobilfunkversorgung sei eine Sendeanlage in diesem Bereich erforderlich geworden. Allerdings habe die Stadt die Höhe des Mastens auf 20 m begrenzt. Da das Baugesuch der Gesellschaft verfahrensfrei sei, habe es nicht im Gemeinderat beraten werden müssen. Thomas Pulli stellte Details des Ergebnisses des ADFC-Fahrrad-Klima-Tests für Besigheim vor (wir berichteten). Die Gesamtnote 3,9 sei dadurch zu relativieren, dass verschiedene Verbesserungen auf den Weg gebracht, bzw. in der Planung seien. So die Radwegverbindung nach Gemmrigheim ebenso wie eine solche nach Löchgau. Auch habe sich die derzeitige Radwegverbindung über den Enztalradweg nach Walheim nachteilig in der Bewertung ausgewirkt. Insgesamt bestünde also noch viel „Luft nach oben“ und die Fahrradinitiative Besigheim sei zuversichtlich wesentliche Beiträge zu einer Verbesserung der Note bei einem Folgetest leisten zu können. Der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner – in Besigheim kein Unbekannter – hat sich bereiterklärt, gemeinsam mit der Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Neckar-Zaber, Catherine Kern, in Besigheim eine Veranstaltung zu den Themen „effiziente Stromerzeugung aus natürlichen Quellen“ und „Erhalt der Artenvielfalt“ abzuhalten. Diese wird am 25. Juli, 15.00 Uhr, im Areal der Ernst’schen Mühle stattfinden und vom BMU unterstützt werden. Für den nächsten BMU-Treff hat die Quartiersmanagerin für Besigheim, die Sozialpädagogin Bettina Ongerth, ihr Kommen zugesagt. Sie will ihre Arbeit unter dem Leitbegriff „Wohnen im Quartier“ vorstellen und mit den BMU-Aktiven Möglichkeiten, die geeignet sind soziale Infrastrukturen in der Stadt zu verbessern, suchen und diskutieren.

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Besigheim, 21. April 2017

Besuch bekamen die Aktiven des Bündnis Mensch und Umwelt (BMU) bei ihrem jüngsten Treff: Die Bundestagskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Catherine Kern, hatte sich angesagt. Zum einen, weil sie sich vorstellen wollte und zum andern, weil sie sich für die Arbeit des BMU interessierte. Neben einer ausführlichen Schilderung ihres persönlichen und politischen Lebenswegs ging sie auf ihre politischen Ziele ein. Aufgrund ihrer englischen und holländischen Wurzeln war es nicht verwunderlich, dass sie als überzeugte Europäerin einen ihrer Schwerpunkte in der Europapolitik sieht, die ja für jede Kommune eines EU-Mitgliedsstaates spürbare Auswirkungen habe. Eine nachhaltige Umweltpolitik zähle für sie als überzeugte Grüne selbstverständlich zu ihrem „Kern“-Geschäft. Darüber hinaus sehe sie ihre Aufgaben in den Politikfeldern Menschenrechte und Entwicklungshilfe. Sie setze sich unermüdlich dafür ein, die Gesellschaft sozial, nachhaltig und weltoffen mit grüner Politik voranzubringen. Es dürfe nicht sein, dass in einem reichen Land wie der Bundesrepublik der Anteil der von Armut betroffenen Menschen immer größer werde und sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffne. Sie kritisierte, dass in der hochverdichteten Region Mittlerer Neckar immer noch in viel zu hohem Maße Flächen für Gewerbegebiete und Wohnungsbau verbraucht würden. Man steure hier einem Verkehrsinfarkt entgegen und generell vermindere sich die Lebensqualität aufgrund zunehmender Luftverschmutzung und der Beeinträchtigung naturbelassener Naherholungsgebiete. Im Anschluss daran berichteten die BMU-Stadträte über Aktuelles aus dem Gemeinderat. Stadtrat Hansjörg Kollar ging unter anderem auf das umstrittene Baugesuch in der Bügelestorstraße ein, das nun vom Ausschuss für Umwelt und Technik, trotz Nachbesserungen, zum wiederholten Male abgelehnt wurde und begründete hierzu seine Haltung. Der Fraktionsvorsitzende Helmut Fischer gab einen Ausblick auf die kommende Gemeinderatssitzung. Er begrüßte die Arbeit der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz, über die in der Sitzung ausführlich berichtet werden wird. Es sei sehr erfreulich, dass vom Deutschen Hilfswerk für die nächsten fünf Jahre die Finanzierung einer Personalstelle für einen Quartiersmanager bewilligt worden ist. Die zu verabschiedende Stellungnahme der Stadt zur Fortschreibung des Regionalverkehrsplans wurde bezüglich der Forderung nach einer S-Bahn-Verlängerung bis Kirchheim/N. kontrovers diskutiert. Diese könne nur dann akzeptiert werden, wenn die Zahl der Regionalexpresszüge zu den Hauptverkehrszeiten dadurch nicht ausgedünnt werde. Das BMU bietet wieder eine Sommerferienaktion an: Unter der Leitung von Dorothea und Thomas Pulli wird den Kindern ein Einblick in „Das abenteuerliche Leben der Honigbiene“ vermittelt. Der Besuch von Deutschlands einziger Justizvollzugsanstalt mit eigenem Weinberg – dem Hohrainhof – findet nun am 26. August statt und wird von Alois Windisch organisiert.

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Besigheim, 17. Februar 2017

++Verabschiedung Haushaltsplan++Aktuelles aus dem Gemeinderat++Zugausfälle++Exkursionen++Unterführung Enzbrücke++

Die derzeit in Besigheim aktuell diskutierten Themen dominierten auch das jüngste Treffen des Bündnis Mensch und Umwelt (BMU). Zunächst gab jedoch Stadtrat Helmut Fischer einen Rückblick auf die Haushaltsberatungen und betonte, dass in der BMU-Stellungnahme der Schwerpunkt auf die Themenbereiche Stadtentwicklung und Klimaschutz gelegt worden sei, was er entsprechend begründete. Schon bald war man jedoch bei den derzeit heftig diskutierten Plänen des Neubaus der Enzbrücke zwischen Besigheim und Walheim. Stadtrat Hansjörg Kollar stellte die aktuelle Planung vor, die zum Missfallen der Teilnehmer keine Unterführung des Enztalradwegs vorsieht. Diese ließen keines der vom Regierungspräsidium vorgebrachten Argumente gegen eine kreuzungsfreie Unterquerung gelten und setzen nun alle Hoffnung auf den öffentlichen Druck und die noch zu führenden Gespräche. Diese finden demnächst mit Vertretern der beiden betroffenen Kommunen sowie den Landtagsabgeordneten Renkonen und Gramling mit den Entscheidungsträgern beim Regierungspräsidium und Verkehrsministerium statt. Ausdrücklich begrüßt wurde in diesem Zusammenhang auch das Positionspapier der Fahrradinitiative Besigheim, das detailliert auf die strittigen Punkte eingeht. Auf das Dauerthema Zugausfälle/Zugverspätungen ging Thomas Pulli ein. Als betroffener Pendler konnte er berichten, dass sich die Situation im Verlaufe des Monats Februar zwar verbessert habe, aber noch lange nicht zufrieden stellend sei. Insofern habe er mit Befriedigung die aktuelle Abmahnung der DB Regio AG durch das Verkehrsministerium zur Kenntnis genommen. Diese sei kein stumpfes Schwert, eröffne sie doch die Möglichkeit empfindlicher Konsequenzen, die für den Fall angedroht seien, dass sich die Verhältnisse nicht entscheidend verbessern. Auch die derzeitigen Baumfällungen im Hartwald kamen zur Sprache. Die anwesenden Stadträte klärten darüber auf, dass diese keineswegs mit der von der Stadt beantragten Umwandlung einer Waldfläche südlich des Friedrich-Schelling- und Forchenwegs in Zusammenhang gebracht werden dürfen. Die Entscheidung über diese Umwandlung stehe noch aus und die BMU-Fraktion hoffe, dass diese von den zuständigen Behörden abschlägig ergehen wird. Der nächste BMU-Treff wird mit der Besichtigung des Stadtarchivs verbunden und für den Apriltermin hat die Bundestagskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Cathrin Kern, ihren Besuch angesagt. Sie möchte sich einen Eindruck von der kommunalpolitischen Arbeit des BMU verschaffen. Für die diesjährige Exkursion schlug Alois Windisch einen Besuch der Staatsdomäne Hohrainhof, Deutschlands einziger Justizvollzugsanstalt mit eigenem Weingut, vor.