Presse

P r e s s e m i t t e i l u n g

Besigheim, 23. Juli 2017

Diverse Baugesuche und das Problem der Mülleimeransammlungen in der Besigheimer Altstadt wurden unter anderem beim Bericht der BMU-Stadträte von den Anwesenden aufgegriffen und diskutiert. Auch wurde nachgefragt, wie es zur Aufstellung eines Sendemastes im Landschaftsschutzgebiet beim Wasserhochbehälter Reute gekommen ist. Miriam Staudacher und Helmut Fischer gaben die Auskunft, dass die dortige städtische Fläche der Deutschen Funkturm GmbH (DFMG) auf deren Anfrage hin angeboten worden sei. Zur Sicherstellung bzw. Verbesserung der Mobilfunkversorgung sei eine Sendeanlage in diesem Bereich erforderlich geworden. Allerdings habe die Stadt die Höhe des Mastens auf 20 m begrenzt. Da das Baugesuch der Gesellschaft verfahrensfrei sei, habe es nicht im Gemeinderat beraten werden müssen. Thomas Pulli stellte Details des Ergebnisses des ADFC-Fahrrad-Klima-Tests für Besigheim vor (wir berichteten). Die Gesamtnote 3,9 sei dadurch zu relativieren, dass verschiedene Verbesserungen auf den Weg gebracht, bzw. in der Planung seien. So die Radwegverbindung nach Gemmrigheim ebenso wie eine solche nach Löchgau. Auch habe sich die derzeitige Radwegverbindung über den Enztalradweg nach Walheim nachteilig in der Bewertung ausgewirkt. Insgesamt bestünde also noch viel „Luft nach oben“ und die Fahrradinitiative Besigheim sei zuversichtlich wesentliche Beiträge zu einer Verbesserung der Note bei einem Folgetest leisten zu können. Der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner – in Besigheim kein Unbekannter – hat sich bereiterklärt, gemeinsam mit der Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Neckar-Zaber, Catherine Kern, in Besigheim eine Veranstaltung zu den Themen „effiziente Stromerzeugung aus natürlichen Quellen“ und „Erhalt der Artenvielfalt“ abzuhalten. Diese wird am 25. Juli, 15.00 Uhr, im Areal der Ernst’schen Mühle stattfinden und vom BMU unterstützt werden. Für den nächsten BMU-Treff hat die Quartiersmanagerin für Besigheim, die Sozialpädagogin Bettina Ongerth, ihr Kommen zugesagt. Sie will ihre Arbeit unter dem Leitbegriff „Wohnen im Quartier“ vorstellen und mit den BMU-Aktiven Möglichkeiten, die geeignet sind soziale Infrastrukturen in der Stadt zu verbessern, suchen und diskutieren.

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Besigheim, 21. April 2017

Besuch bekamen die Aktiven des Bündnis Mensch und Umwelt (BMU) bei ihrem jüngsten Treff: Die Bundestagskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Catherine Kern, hatte sich angesagt. Zum einen, weil sie sich vorstellen wollte und zum andern, weil sie sich für die Arbeit des BMU interessierte. Neben einer ausführlichen Schilderung ihres persönlichen und politischen Lebenswegs ging sie auf ihre politischen Ziele ein. Aufgrund ihrer englischen und holländischen Wurzeln war es nicht verwunderlich, dass sie als überzeugte Europäerin einen ihrer Schwerpunkte in der Europapolitik sieht, die ja für jede Kommune eines EU-Mitgliedsstaates spürbare Auswirkungen habe. Eine nachhaltige Umweltpolitik zähle für sie als überzeugte Grüne selbstverständlich zu ihrem „Kern“-Geschäft. Darüber hinaus sehe sie ihre Aufgaben in den Politikfeldern Menschenrechte und Entwicklungshilfe. Sie setze sich unermüdlich dafür ein, die Gesellschaft sozial, nachhaltig und weltoffen mit grüner Politik voranzubringen. Es dürfe nicht sein, dass in einem reichen Land wie der Bundesrepublik der Anteil der von Armut betroffenen Menschen immer größer werde und sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffne. Sie kritisierte, dass in der hochverdichteten Region Mittlerer Neckar immer noch in viel zu hohem Maße Flächen für Gewerbegebiete und Wohnungsbau verbraucht würden. Man steure hier einem Verkehrsinfarkt entgegen und generell vermindere sich die Lebensqualität aufgrund zunehmender Luftverschmutzung und der Beeinträchtigung naturbelassener Naherholungsgebiete. Im Anschluss daran berichteten die BMU-Stadträte über Aktuelles aus dem Gemeinderat. Stadtrat Hansjörg Kollar ging unter anderem auf das umstrittene Baugesuch in der Bügelestorstraße ein, das nun vom Ausschuss für Umwelt und Technik, trotz Nachbesserungen, zum wiederholten Male abgelehnt wurde und begründete hierzu seine Haltung. Der Fraktionsvorsitzende Helmut Fischer gab einen Ausblick auf die kommende Gemeinderatssitzung. Er begrüßte die Arbeit der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz, über die in der Sitzung ausführlich berichtet werden wird. Es sei sehr erfreulich, dass vom Deutschen Hilfswerk für die nächsten fünf Jahre die Finanzierung einer Personalstelle für einen Quartiersmanager bewilligt worden ist. Die zu verabschiedende Stellungnahme der Stadt zur Fortschreibung des Regionalverkehrsplans wurde bezüglich der Forderung nach einer S-Bahn-Verlängerung bis Kirchheim/N. kontrovers diskutiert. Diese könne nur dann akzeptiert werden, wenn die Zahl der Regionalexpresszüge zu den Hauptverkehrszeiten dadurch nicht ausgedünnt werde. Das BMU bietet wieder eine Sommerferienaktion an: Unter der Leitung von Dorothea und Thomas Pulli wird den Kindern ein Einblick in „Das abenteuerliche Leben der Honigbiene“ vermittelt. Der Besuch von Deutschlands einziger Justizvollzugsanstalt mit eigenem Weinberg – dem Hohrainhof – findet nun am 26. August statt und wird von Alois Windisch organisiert.

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Besigheim, 17. Februar 2017

++Verabschiedung Haushaltsplan++Aktuelles aus dem Gemeinderat++Zugausfälle++Exkursionen++Unterführung Enzbrücke++

Die derzeit in Besigheim aktuell diskutierten Themen dominierten auch das jüngste Treffen des Bündnis Mensch und Umwelt (BMU). Zunächst gab jedoch Stadtrat Helmut Fischer einen Rückblick auf die Haushaltsberatungen und betonte, dass in der BMU-Stellungnahme der Schwerpunkt auf die Themenbereiche Stadtentwicklung und Klimaschutz gelegt worden sei, was er entsprechend begründete. Schon bald war man jedoch bei den derzeit heftig diskutierten Plänen des Neubaus der Enzbrücke zwischen Besigheim und Walheim. Stadtrat Hansjörg Kollar stellte die aktuelle Planung vor, die zum Missfallen der Teilnehmer keine Unterführung des Enztalradwegs vorsieht. Diese ließen keines der vom Regierungspräsidium vorgebrachten Argumente gegen eine kreuzungsfreie Unterquerung gelten und setzen nun alle Hoffnung auf den öffentlichen Druck und die noch zu führenden Gespräche. Diese finden demnächst mit Vertretern der beiden betroffenen Kommunen sowie den Landtagsabgeordneten Renkonen und Gramling mit den Entscheidungsträgern beim Regierungspräsidium und Verkehrsministerium statt. Ausdrücklich begrüßt wurde in diesem Zusammenhang auch das Positionspapier der Fahrradinitiative Besigheim, das detailliert auf die strittigen Punkte eingeht. Auf das Dauerthema Zugausfälle/Zugverspätungen ging Thomas Pulli ein. Als betroffener Pendler konnte er berichten, dass sich die Situation im Verlaufe des Monats Februar zwar verbessert habe, aber noch lange nicht zufrieden stellend sei. Insofern habe er mit Befriedigung die aktuelle Abmahnung der DB Regio AG durch das Verkehrsministerium zur Kenntnis genommen. Diese sei kein stumpfes Schwert, eröffne sie doch die Möglichkeit empfindlicher Konsequenzen, die für den Fall angedroht seien, dass sich die Verhältnisse nicht entscheidend verbessern. Auch die derzeitigen Baumfällungen im Hartwald kamen zur Sprache. Die anwesenden Stadträte klärten darüber auf, dass diese keineswegs mit der von der Stadt beantragten Umwandlung einer Waldfläche südlich des Friedrich-Schelling- und Forchenwegs in Zusammenhang gebracht werden dürfen. Die Entscheidung über diese Umwandlung stehe noch aus und die BMU-Fraktion hoffe, dass diese von den zuständigen Behörden abschlägig ergehen wird. Der nächste BMU-Treff wird mit der Besichtigung des Stadtarchivs verbunden und für den Apriltermin hat die Bundestagskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Cathrin Kern, ihren Besuch angesagt. Sie möchte sich einen Eindruck von der kommunalpolitischen Arbeit des BMU verschaffen. Für die diesjährige Exkursion schlug Alois Windisch einen Besuch der Staatsdomäne Hohrainhof, Deutschlands einziger Justizvollzugsanstalt mit eigenem Weingut, vor.